Gefüllte Paprika

 

Gefüllte Paprikaschoten sind einer der Klassiker in deutschen Kantinen. Gefüllt mit Hackfleisch und übergossen mit kräftiger Sauce sind sie manchmal lecker, oftmals nicht und immer eines: Eine Kalorienbombe.

Aber natürlich lässt sich das Rezept so abändern, dass es zwei Bedingungen erfüllt: Es schmeckt wenigstens so lecker wie das Original und es ist kalorienarm und gesund. Wahrscheinlich sind meine gefüllten Paprika sogar näher dran am Original als die weichgeschmorten, mit Sauce überschütteten Exemplare in den Kantinen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die alten Griechen ihre Paprika früher mit fettem Schweinemett füllten und Kartoffelpüree dazu gegessen haben. Auf ans Werk. Wir kaufen:

 

8 Paprika, möglichst Spitzpaprika

2 Zwiebeln

2 Tomaten

4 Knoblauchzehen

1 Esslöffel Olivenöl

250 Gramm Schafskäse

Saft einer Zitrone

Salz, Pfeffer,

Petersilie

 

Die Paprika kaufen wir am besten auf dem Markt. Die reifen aus dem Süden sind besser als die trostlosen, blassen aus dem Gewächshaus. Ich nehme für dieses Rezept sehr gern die länglichen Paprika, die aussehen wie lange Peperoni, die so genannten Spitzpaprika. Ich rechne zwei Paprika pro Person, wenn die aber sehr klein sind, dürfen es auch drei oder vier sein.

Zunächst wird den Paprika oben der „Deckel“ abgeschnitten. Für die Füllung die Tomaten würfeln, salzen und pfeffern. Die Zwiebel grob würfeln und in einer Pfanne mit ganz wenig Olivenöl anschmoren. Dann die Paprika in die Pfanne geben und von allen Seiten anbraten. Wenn sie an einigen Stellen ganz leicht braun werden, die Pfanne mit Zitronensaft ablöschen.

Die geschmorten Zwiebeln müssen wir nun in einer Schüssel mit der gehackten Petersilie verrühren, dann die gewürfelten Tomaten zugeben. Vom Schafskäse nehmen wir 200 Gramm, schneiden ihn in erbsengroße Würfel und rühren ihn auch unter die Zwiebel-Tomatenfüllung. Damit werden nun die Paprika locker gefüllt und in eine Auflaufform gegeben. Meine länglichen Spitzpaprika müssen wir vorsichtig nebeneinander legen. Normale Paprika kann man auf den Boden der Form stellen und mit dem abgeschnittenen Deckel der Frucht wieder verschließen.

Während der Ofen auf ca. 180 Grad vorheizt reiben wir den Rest des Schafkäses über die Paprika. Dann hinein mit der Form in den Ofen. Dort müssen die gefüllten Paprika ungefähr eine halbe Stunde schmoren. Wenn der Käse zu schnell braun wird, kann man die Form mit Alufolie abdecken. Achten Sie darauf, dass die Paprika nicht zu weich werden, sie brauchen noch etwas Biss.

Dann werden die gefüllten Paprika auf einem Teller angerichtet und noch mit etwas Petersilie garniert. Übrigens: Meine gefüllten Paprika kann man im Sommer auch prima auf dem Holzkohlengrill zubereiten. Dafür lässt ein Feinschmecker so manche Bratwurst liegen!

 

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Thürnaus sagenhafte 15-Eier-Torte

 

Ich gebe zu: Dies ist kein Diät-Rezept! Dafür ist die Torte sagenhaft! Wenn Sie eine Torte geniessen möchten die saftig ist, phantasievoll und lecker, dann versuchen Sie sich an diesem Rezept.

 

Man nehme

für den Teig:

300 Gramm Mehl

400 Gramm Zucker

15 Eier

1 Päckchen Backpulver

eine Prise Salz

das Mark einer Vanilleschote

einen Teelöffel Weinstein

 

für Füllung und Belag:

 

250 Gramm Puderzucker

200 Gramm Süssrahmbutter

1 Gläschen Pflaumen- oder Kirschwasser

eine Prise Salz

 

und:

eine Tafel feinste Vollmilch-Schokolade

 

Zunächst müssen wir den Biskuitboden backen, der später in zwei Teile geschnitten und gefüllt wird. Dazu das Mehl und den Zucker zusammen mit dem Backpulver in eine Schüssel sieben. Das darf auch gern zwei oder drei mal sein. Je feiner das Mehl, desto lockerer der Boden. Eine Prise Salz hinzugeben und das ausgekratzte Mark einer Vanilleschote.

Die 15 Eier in Eiklar und Eigelb trennen. Das Eigelb wird roh verwendet, und darum muss es bis zur Weiterverwendung unbedingt kalt gestellt werden. Rohe Eier bergen immer die Gefahr, dass sie Salmonellen enthalten. Darum: Vorsicht! Nur saubere Eier verwenden, die immer kalt gestanden haben.

10 von den 15 Eigelb verrühren wir nun in der Mehl-Mischung. Kleiner Tipp aus der Praxis: Die Eigelbe nicht zusammen unterrühren, sondern nach und nach. Keine Ahnung warum, aber der Kuchen gelingt besser.

In einer zweiten Schüssel die 15 Eiweiss mit dem Weinstein-Pulver sehr steif schlagen. Das geht am besten mit der Hand, weil so mehr Luft in die Eiweiss-Masse kommt als mit einem elektrischen Mixer.

Nun kommt der schwierigste Teil beim Backen. Die grosse Menge Eiweiss muss nach und nach vorsichtig unter die Mehl-Mischung gehoben werden. Wenn wir zu stark rühren, fällt das Eiweiss wieder in sich zusammen. Darum: Löffelweise unterheben und vorsichtig rühren. Das wird eine Weile dauern, aber niemand hat ja behauptet, das Thürnau’s sagenhafte 15-Eier-Torte ein Kinderspiel ist.

Die Masse kommt in eine gebutterte Springform und wird bei relativ niedriger Temperatur gebacken – ca. 60 Minuten bei 160 Grad. Der Boden sollte nicht zu dunkel werden, notfalls die Oberseite mit Alufolie abdecken.

Nach einer Stunde also den Ofen ausschalten, die Torte aber im Ofen auskühlen lassen. Wenn wir zu früh die Tür öffnen, fällt die von 15 Eiweiss herrlich locker gewordene Biskuitmasse zusammen.

Während der Boden also auskühlt, machen wir uns an die Füllung. Eine Metallschüssel in ein nicht zu warmes Wasserbad stellen. Die übrig gebliebenen 5 Eigelb schaumig schlagen, eine Prise Salz hinzugeben und den Puderzucker unterrühren. Wenn das Wasserbad zu warm ist, können die Eier gerinnen - also Temperatur kontrollieren und rühren wie ein Weltmeister.

Nun kommt das echte Fitnessprogramm: Mit viel Kraft müssen wir die 250 Gramm Süssrahmbutter unter die Eier-Zucker-Masse rühren. Dazu muss die Butter weich, aber nicht flüssig sein. Kräftig rühren, und wenn alles schön verrührt ist, kommt noch ein Gläschen Alkohol dazu. Ich nehme sehr gern einen Pflaumenschnaps, aber es schmeckt auch mit Kirschwasser.

Die Schüssel vom Wasserbad nehmen und zur Seite stellen.

Wenn der Boden ausgekühlt ist, befreien wir ihn aus der Form und schneiden ihn mit einem scharfen Messer in der Höhe in zwei gleich grosse Teile. Besser als mit einem Messer geht es mit einem Metallfaden oder einem speziellen Tortenteiler, aber ich nehme auch immer ein scharfes Messer. Mit Vorsicht und Geduld haben wir bald die beiden Teile vor uns.

Den unteren Teil auf einen Teller stellen und die Schnittfläche ungefähr einen halben Zentimeter dick mit der Creme bestreichen. Wenn das zu schwer geht, ist die Creme zu kalt geworden, dann kurz über dem Wasserbad wieder anwärmen. Zu Streichen nehmen wir am besten ein langes Messer oder eine sogenannte Palette. Die muss aus Metall sein, damit wie sie immer wieder in warmes Wasser tauchen können. Das erleichtert das Verstreichen.

Auf den bestrichenen unteren Boden setzen wir nun den oberen Teil – und nun sieht die Torte schon fast aus wie eine Torte. Rundherum bestreichen wir nun den Boden dünn und gleichmässig mit der Creme.

Butter hat einen relativ niedrigen Schmelzpunkt. Darum haften aus der Creme auch jetzt sehr gut die Schokoraspeln, die wir aus einer Tafel feinster Vollmilchschokolade in einer Küchenmaschine selbst geraspelt haben.

Nun muss Thürnaus sagenhafte 15-Eier-Torte in den Kühlschrank, damit die Creme fest wird. Das dauert eine gute Stunde, und danach können wir sie anschneiden und geniessen. Sie schmeckt herrlich locker und cremig. Und so üppig die Zutaten auch klingen, so haben wir doch eine gute Gewissheit: Nach einem Stück sind wir satt. Leider.

 

 

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Michaels Rezepte: Knusprige Fischstäbchen selbstgemacht

Es ist eines der Lieblingsgerichte unserer Kinder: Fischstäbchen kommen in der Beliebtheit gleich nach Pommes, Pizza und Spaghetti. Und tatsächlich sind die goldbraunen Fischstangen besser als ihr Ruf – mit ein paar Einschränkungen. Der Fisch jedenfalls ist gesund und von höchster Qualität. Schade eigentlich, dass er zwischen eine relativ geschmacksneutrale Panade gepresst wird. Fischstäbchen kann man natürlich auch prima selbst machen. Wer gerade keine Diät macht, kann die Fischfilets zum Beispiel in Kartoffelstreifen wickeln und in schäumender Butter bräunen. Ich mache die schöne Kruste aus Zucchini.  

 

Unsere Zutaten 

  • 600 Gramm Seelachs-Filets
  • 4 Zucchini
  • Schnittlauch 
  • 2 Orangen
  • 2 Grantäpfel
  • Salz und Pfeffer
  • 600 Gramm Rosenkohl 
  • Distelöl
  • Rosmarin

 

Zubereitung 

Seelachs ist nur eine der möglichen Fischsorten, zudem eine preiswerte. Wir können aber auch Goldbarsch nehmen oder Victoriabarsch. Fischstäbchen muss man essen, ohne an Gräten zu denken. Deshalb sind sie ja so beliebt bei Kindern. Also müssen wir die Fischfilets sorgfältig von Gräten befreien, falls sich doch noch die ein oder andere versteckt hat.

Die Filets werden dann so geschnitten, dass sie die Form eines Fischstäbchens haben – also rechteckig, nicht zu dick, aber gleichmäßig. Dann müssen wir die Zucchini waschen und mit einem Gemüsehobel in ganz dünne Scheiben schneiden. Die Zucchinischeiben sollen die Hülle bilden für unsere Fischstäbchen, darum müssen wir sie der Länge nach hobeln.

Die Fischstücke mit ein wenig Orangensaft beträufeln, salzen und pfeffern und dann mit den Zucchinischeiben umwickeln. Damit es hält, nehmen wir einen Stängel vom Schnittlauch, wickeln es um Fisch und Zucchini und knoten es vorsichtig zu. Das erfordert ein wenig Geschick, geht aber spätestens beim dritten Stäbchen leicht von der Hand. Während in einem Topf schon der Rosenkohl gart, der die knackige Beilage ist für unsere Fischstäbchen, geben wir etwas Distelöl in eine Pfanne. Nicht zu heiß werden lassen und die leckeren Stäbchen nebeneinander in die Pfanne legen. Kurz anbraten von allen Seiten anbraten, mit dem Saft einer Orange ablöschen.

Der Deckel kommt auf die Pfanne, und dann lassen wir die Fischstäbchen gar dünsten.  Den frischen Rosmarin mit einem Messer fein hacken und von allen Seiten auf die Fischstäbchen streuen. Dann die Pfanne noch einmal richtig heiß werden lassen und bei geöffnetem Deckel die Fischstäbchen außen knusprig werden lassen.

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