Thürnaus sagenhafte 15-Eier-Torte

 

Ich gebe zu: Dies ist kein Diät-Rezept! Dafür ist die Torte sagenhaft! Wenn Sie eine Torte geniessen möchten die saftig ist, phantasievoll und lecker, dann versuchen Sie sich an diesem Rezept.

 

Man nehme

für den Teig:

300 Gramm Mehl

400 Gramm Zucker

15 Eier

1 Päckchen Backpulver

eine Prise Salz

das Mark einer Vanilleschote

einen Teelöffel Weinstein

 

für Füllung und Belag:

 

250 Gramm Puderzucker

200 Gramm Süssrahmbutter

1 Gläschen Pflaumen- oder Kirschwasser

eine Prise Salz

 

und:

eine Tafel feinste Vollmilch-Schokolade

 

Zunächst müssen wir den Biskuitboden backen, der später in zwei Teile geschnitten und gefüllt wird. Dazu das Mehl und den Zucker zusammen mit dem Backpulver in eine Schüssel sieben. Das darf auch gern zwei oder drei mal sein. Je feiner das Mehl, desto lockerer der Boden. Eine Prise Salz hinzugeben und das ausgekratzte Mark einer Vanilleschote.

Die 15 Eier in Eiklar und Eigelb trennen. Das Eigelb wird roh verwendet, und darum muss es bis zur Weiterverwendung unbedingt kalt gestellt werden. Rohe Eier bergen immer die Gefahr, dass sie Salmonellen enthalten. Darum: Vorsicht! Nur saubere Eier verwenden, die immer kalt gestanden haben.

10 von den 15 Eigelb verrühren wir nun in der Mehl-Mischung. Kleiner Tipp aus der Praxis: Die Eigelbe nicht zusammen unterrühren, sondern nach und nach. Keine Ahnung warum, aber der Kuchen gelingt besser.

In einer zweiten Schüssel die 15 Eiweiss mit dem Weinstein-Pulver sehr steif schlagen. Das geht am besten mit der Hand, weil so mehr Luft in die Eiweiss-Masse kommt als mit einem elektrischen Mixer.

Nun kommt der schwierigste Teil beim Backen. Die grosse Menge Eiweiss muss nach und nach vorsichtig unter die Mehl-Mischung gehoben werden. Wenn wir zu stark rühren, fällt das Eiweiss wieder in sich zusammen. Darum: Löffelweise unterheben und vorsichtig rühren. Das wird eine Weile dauern, aber niemand hat ja behauptet, das Thürnau’s sagenhafte 15-Eier-Torte ein Kinderspiel ist.

Die Masse kommt in eine gebutterte Springform und wird bei relativ niedriger Temperatur gebacken – ca. 60 Minuten bei 160 Grad. Der Boden sollte nicht zu dunkel werden, notfalls die Oberseite mit Alufolie abdecken.

Nach einer Stunde also den Ofen ausschalten, die Torte aber im Ofen auskühlen lassen. Wenn wir zu früh die Tür öffnen, fällt die von 15 Eiweiss herrlich locker gewordene Biskuitmasse zusammen.

Während der Boden also auskühlt, machen wir uns an die Füllung. Eine Metallschüssel in ein nicht zu warmes Wasserbad stellen. Die übrig gebliebenen 5 Eigelb schaumig schlagen, eine Prise Salz hinzugeben und den Puderzucker unterrühren. Wenn das Wasserbad zu warm ist, können die Eier gerinnen - also Temperatur kontrollieren und rühren wie ein Weltmeister.

Nun kommt das echte Fitnessprogramm: Mit viel Kraft müssen wir die 250 Gramm Süssrahmbutter unter die Eier-Zucker-Masse rühren. Dazu muss die Butter weich, aber nicht flüssig sein. Kräftig rühren, und wenn alles schön verrührt ist, kommt noch ein Gläschen Alkohol dazu. Ich nehme sehr gern einen Pflaumenschnaps, aber es schmeckt auch mit Kirschwasser.

Die Schüssel vom Wasserbad nehmen und zur Seite stellen.

Wenn der Boden ausgekühlt ist, befreien wir ihn aus der Form und schneiden ihn mit einem scharfen Messer in der Höhe in zwei gleich grosse Teile. Besser als mit einem Messer geht es mit einem Metallfaden oder einem speziellen Tortenteiler, aber ich nehme auch immer ein scharfes Messer. Mit Vorsicht und Geduld haben wir bald die beiden Teile vor uns.

Den unteren Teil auf einen Teller stellen und die Schnittfläche ungefähr einen halben Zentimeter dick mit der Creme bestreichen. Wenn das zu schwer geht, ist die Creme zu kalt geworden, dann kurz über dem Wasserbad wieder anwärmen. Zu Streichen nehmen wir am besten ein langes Messer oder eine sogenannte Palette. Die muss aus Metall sein, damit wie sie immer wieder in warmes Wasser tauchen können. Das erleichtert das Verstreichen.

Auf den bestrichenen unteren Boden setzen wir nun den oberen Teil – und nun sieht die Torte schon fast aus wie eine Torte. Rundherum bestreichen wir nun den Boden dünn und gleichmässig mit der Creme.

Butter hat einen relativ niedrigen Schmelzpunkt. Darum haften aus der Creme auch jetzt sehr gut die Schokoraspeln, die wir aus einer Tafel feinster Vollmilchschokolade in einer Küchenmaschine selbst geraspelt haben.

Nun muss Thürnaus sagenhafte 15-Eier-Torte in den Kühlschrank, damit die Creme fest wird. Das dauert eine gute Stunde, und danach können wir sie anschneiden und geniessen. Sie schmeckt herrlich locker und cremig. Und so üppig die Zutaten auch klingen, so haben wir doch eine gute Gewissheit: Nach einem Stück sind wir satt. Leider.

 

 

weiterlesen ...

Gut, dass es Farbfernsehen gibt: Ich und meine bunten TV-Hemden

Nach der TV-Show gibt es Reaktionen per Telefon, Mail oder Post. Über nichts wird dabei mehr geredet als über Mode. Dem einen gefallen meine bunten neuen Hemden, den anderen nicht. Manch einer findet es gut, dass ich im Sommer ab und an ohne Krawatte moderiere, manch einer hat dafür überhaupt kein Verständnis. Den einen gefielen meine Trachtenjacken früher besser, die anderen wünschen es sich noch moderner. Meine Mode suche ich übrigens nicht selber aus, das erledigt für das Bingoteam eine Stylistin.

weiterlesen ...
  • Publiziert in Tagebuch

Bingo live: Heute war ich bei "Porta" in Wallenhorst

Viele Grüße aus Wallenhorst bei Osnabrück. Bei "Porta Möbel" ist heute "Moonlight-Shopping", und ich spiele Bingo mit den Besuchern. Auf dem Gewinnplan: Apple iPad, Einkaufsgutscheine, Sachpreise. Und natürlich gibt es die Lose geschenkt. Die Besucher kommen aus der ganzen Region, und es ist rappelvoll in der 1. Etage des Möbelhauses

weiterlesen ...