Yam Nüa – Thailändischer Rindfleischsalat

Die thailändische Küche erobert Deutschland. Die Gerichte sind unverwechselbar im Geschmack, echt lecker und gesund. Mein thailändisches Lieblingsrezept heißt Yam Nüa und ist so etwas wie ein scharfer Rindfleischsalat. Dazu brauchen wir

 

 

400 Gramm mageres Rinderfilet

8 Tomaten und 2 Zwiebeln

1 Schlangengurke aus dem Asia-Shop, ersatzweise eine Salatgurke

3 Esslöffel Fischsauce aus dem Asiashop

3 Esslöffel Sojasauce

2 Esslöffel Austernsauce

2 Stängel Zitronengras

1 rote Paprika

4 Knoblauchzehen

4 rote frische Chilis

3 Limetten

4 Frühlingszwiebeln

Korianderblätter

Radicchio

Pfeffer

1 Kopfsalat

 

Obwohl das Rezept so exotisch klingt, ist es nicht schwer – wir müssen für den Yam Nüa nur ein wenig schnippeln. Zunächst schneiden wir das magere Rindfleisch in dünne, mundgerechte Scheiben – nicht zu dünn, so etwas einen halben Zentimeter.  Diese Scheiben werden jetzt zunächst in der Austernsauce und dem Saft von 1 Limette mariniert und dann gegrillt oder gebraten – mit möglichst wenig Fett. Das dauert nur ganz kurz, dass Fleisch sollte möglichst in der Mitte einen rohen Kern haben. Dann das Fleisch aus der Pfanne nehmen und abkühlen lassen.

In die Pfanne rühren wir einige gehackte Korianderblätter, zwei geviertelte Stängel Zitronengras, gehackten Knoblauch, den Saft von zwei Limetten, die Sojasauce und schließlich die Fischsauce. Die schmeckt übrigens nicht nach Fisch, sondern dient in der Thaiküche eher zum salzen. Diese Sauce jetzt ein paar Minuten köcheln lassen und dann über das Rindfleisch geben. Inzwischen haben wir den Salat in kleine Stücke geschnitten und geben ihn auf einen Teller, dazu die geviertelten Tomaten, die in Stücke geschnittene Gurke und die in Streifen geschnittene Paprika.

Nun müssen wir noch anrichten. Das Fleisch kommt auf den Radicchio. Die Chilischoten in dünne Scheiben schneiden und auf den Salat geben, ebenso die Frühlingszwiebeln. Zum Schluss kommen noch die in etwas dickere Scheiben geschnittenen Zwiebeln darauf und einige Blätter vom Koriander.

Jetzt noch einige Spritzer Limettensaft und etwas Pfeffer – und fertig ist der scharfe Salat. Und wer es nicht scharf mag, kann den Chili einfach weglassen. "Aroy!" Das ist Thailändisch und heißt „lecker“!

 
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Meine Rezepte zum Nachkochen und Nachbacken

Regelmässig stehe ich auf der Bühne bei Kochshows. Und immer wieder die Frage: Gibt es die Rezepte auch zum Nachkochen? Na klar. Inzwischen sind mehrere Kochbücher von mir erschienen. Und wer nur einzelne Rezepte sucht: Ausgewählte Rezepte gibt es hier auf meiner Homepage. Schauen Sie einfach unter "Michaels Schlemmereien". Viel Spaß beim Kochen und Backen.

Übrigens: Meine Bücher gibt es unter anderem bei amazon.de oder in jedem Buchladen.

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Gefüllte Paprika

 

Gefüllte Paprikaschoten sind einer der Klassiker in deutschen Kantinen. Gefüllt mit Hackfleisch und übergossen mit kräftiger Sauce sind sie manchmal lecker, oftmals nicht und immer eines: Eine Kalorienbombe.

Aber natürlich lässt sich das Rezept so abändern, dass es zwei Bedingungen erfüllt: Es schmeckt wenigstens so lecker wie das Original und es ist kalorienarm und gesund. Wahrscheinlich sind meine gefüllten Paprika sogar näher dran am Original als die weichgeschmorten, mit Sauce überschütteten Exemplare in den Kantinen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die alten Griechen ihre Paprika früher mit fettem Schweinemett füllten und Kartoffelpüree dazu gegessen haben. Auf ans Werk. Wir kaufen:

 

8 Paprika, möglichst Spitzpaprika

2 Zwiebeln

2 Tomaten

4 Knoblauchzehen

1 Esslöffel Olivenöl

250 Gramm Schafskäse

Saft einer Zitrone

Salz, Pfeffer,

Petersilie

 

Die Paprika kaufen wir am besten auf dem Markt. Die reifen aus dem Süden sind besser als die trostlosen, blassen aus dem Gewächshaus. Ich nehme für dieses Rezept sehr gern die länglichen Paprika, die aussehen wie lange Peperoni, die so genannten Spitzpaprika. Ich rechne zwei Paprika pro Person, wenn die aber sehr klein sind, dürfen es auch drei oder vier sein.

Zunächst wird den Paprika oben der „Deckel“ abgeschnitten. Für die Füllung die Tomaten würfeln, salzen und pfeffern. Die Zwiebel grob würfeln und in einer Pfanne mit ganz wenig Olivenöl anschmoren. Dann die Paprika in die Pfanne geben und von allen Seiten anbraten. Wenn sie an einigen Stellen ganz leicht braun werden, die Pfanne mit Zitronensaft ablöschen.

Die geschmorten Zwiebeln müssen wir nun in einer Schüssel mit der gehackten Petersilie verrühren, dann die gewürfelten Tomaten zugeben. Vom Schafskäse nehmen wir 200 Gramm, schneiden ihn in erbsengroße Würfel und rühren ihn auch unter die Zwiebel-Tomatenfüllung. Damit werden nun die Paprika locker gefüllt und in eine Auflaufform gegeben. Meine länglichen Spitzpaprika müssen wir vorsichtig nebeneinander legen. Normale Paprika kann man auf den Boden der Form stellen und mit dem abgeschnittenen Deckel der Frucht wieder verschließen.

Während der Ofen auf ca. 180 Grad vorheizt reiben wir den Rest des Schafkäses über die Paprika. Dann hinein mit der Form in den Ofen. Dort müssen die gefüllten Paprika ungefähr eine halbe Stunde schmoren. Wenn der Käse zu schnell braun wird, kann man die Form mit Alufolie abdecken. Achten Sie darauf, dass die Paprika nicht zu weich werden, sie brauchen noch etwas Biss.

Dann werden die gefüllten Paprika auf einem Teller angerichtet und noch mit etwas Petersilie garniert. Übrigens: Meine gefüllten Paprika kann man im Sommer auch prima auf dem Holzkohlengrill zubereiten. Dafür lässt ein Feinschmecker so manche Bratwurst liegen!

 

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