La Tombola: Der Kult-Italiener in Hannover-Bothfeld

Wirt Gennaro Ercolano ist eine Institution in Hannover. In der List gründete er vor 20 Jahren das "La Pentollacia" in Hannover, war dann später Chef im "La Bologna". Immer wieder hat sich Gennaro mal für einige Zeit zurückgezogen, um dann mit einer neuem Idee wiederzukommen. Nachdem Bologna mitten in der Stadt ist es erst Mal ungewöhnlich, nach Bothfeld zu gehen. Aber inzwischen fahren viele Fans aus der Stadt raus,um gut und ungezwungen zu essen. Gennaro ist ein echter Gastgeber, und es ist nach wie vor super lecker bei ihm. Vorweg auf der Karte: Datteln im Speckmantel. Die Süße der Früchte bildet einen wunderbaren Kontrast zum salzigen, knusprigen Speck. Die Gorgonzolasauce dazu ist herrlich cremig.

 

Aromabombe: Spargel in Buttersauce

Dann die Empfehlung vom Wirt: Probiert doch mal den Spargel! Spargel im Januar? Ja, der komme aus Peru und sei einfach wunderbar. Mit Spargel aus südlichen Ländern habe ich schlechte Erfahrungen gemacht, aber dieser hier ist wirklichtoll: Knackig gegart, aromatisch. Er kommt auf den Tisch in einer leichten Buttersauce, mit Kräutern gewürzt. Belegt ist er Spargel mit Parmaschinken und Raspeln vom Parmesankäse. Dazu herrlich lockeres, hausgemachtes Brot - mehr braucht ein Feinschmecker nicht zum glücklich sein. Ein perfekte Vorspeise, die ich mir in etwas größerer Portion auch als Hauptgericht vorstellen könnte.

 

Spanferkel butterweich und aromatisch

Die Nudeln im "La Tombola" sind hausgemacht. Ravioli mit Ricotta und Nussfüllung zum Beipsiel, Nudeln mit Kürbis - alles perfekt und frisch. Zu empfehlen ist das Lamm - butterzart und mit viel gegrilltem Gemüse. Im "La Tombola" gibt es aber auch immer wieder neue Iden. Zur Zeit serviert Gennaro Ercolona Spanferkel. Nicht die fettig deutsche Version, knusprig gegrillt, sondern die italienische. Das Fleich ist langsam geschmort und lässt sich mühelos mit der Gabel zerteilen. Gewürztmit Kräutern kommt es in einer leichten, aber unglaublich aromatischen Sauce auf den Tisch, mit knusprig gerösteten Kartoffeln und Gemüse.

 

Ein herrlicher Klassiker: Tiramisu hausgemacht

Die Tortellini in Sahnesauce waren an diesem Abend ein wenig fade, aber solche Ausrutscher gibt es immer mal wieder, wenn frisch gekocht wird. Ich war fast immer hochzufrieden im "La Tombola". Zumal es eine Ausfwahl toller italienischer Weine gibt, und gerade bei den weißen italenischen Weinen gibt es manche positive Überraschung, zum Beispiel bei den Weinen von Sardinien. Und da sogar das Tiramisu perfekt ist, saftig und mit dunkler Schokolade hausgemacht, endet der Abend perfekt im La Tombola. Wenn Sie sich mal auf den Weg nach Botfeld machen:

Ich wüsche "Bon appetito" im La Tombola.

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Perfekte italienische Gastlichkeit in Wolfsburg-Vorsfelde

Manchmal lebt man ja in seinen Vorurteilen: Wolfsburg und besonders der Stadtteil Vorsfelde sind nicht der Nabel der Welt. Wieso sollte es eines der richtig guten italienischen Lokale nun gerade in Vorsfelde geben? Aber beim Nachdenken wird dann klar, warum das so ist: VW und die Autostadt sind nicht weit. Sven Elverfeldt mit einem "Aqua" arbeitet ja auch in Wolfsburg. Und: Die Stadt ist ja sowieso durch die vielen Zugereisten aus den Zeiten des Wirtschaftswunders eine halb italienische Stadt. Neu in der Stadt ist das "Tarallo" in der Meinstrasse von Vorsfelde.

 

Genial: Roulade aus Schinken und Mozarella

Wirtin Rosa, die Seele des Hauses, und ihr Bruder in der Küche haben früher im Wolfsburger "La Grotta" gewirkt und haben sich jetzt selbständig gemacht. Das war eine gute Idee. Das "Tarallo" ist gemütlich in einem alten Fachwerkhaus. Durch die drei Gasträume herrscht überall eine wohlige Gemütlichkeit. Den Namen "Tarallo" haben die beiden von einer apulischen Spezialität. Traralli sind kleine Kringel aus ungesäuertem Teig, die es in vielen Variationen gibt und die hier auch zu jeder Bestellung reichlich auf den Tisch kommen. Zwei Mal habe ich jetzt im "Tarallo" gegessen, und ich war jedes Mal begeistert.

 

Auberginen-Lasagne mit Parmigiano statt Teig

Vorweg gibt es zum Beipsiel eine Roulade aus Büffel-Mozarella, die mit Parma-Scheniken belegt wird. Aufgerollt und mit reichtlich Rucola dabei bekommt der Käse einen ganz neuen Geschmack - viel deftiger als in der Variante mit Tomaten und Salbei. An machen Tagen reicht so eine Mozarella-Roulade fast schon als Hauptgericht - gerade wenn zur warmen Jahreszeit die traumhaft schöne Terasse renoviert ist und man zum Wein (aus einer richtig tollen Karte) eine Kleinigkeit zum Essen sucht. Neben den Standarts gibt es im "Tarallo" auch noch Besonderes - eine Lasagne zum Beipsiel.

 

Butterzart: Rund mit Rucola und Parmesan

Vegetarisch kommt sie hier auf den Tisch als Vorspeise. Die Auberginen sind auf den Punkt gegart - und keine klebrige Bechamel-Sauce verkleistert den Geschmack, kein Hackfleisch stört die zarte Harmonie. Statt Nudelteig trennen dünnen Streifen von zart angeschmolzenem Parmesan die Schichten. Das ist superlecker und originell und zudem perfekt gewürzt. Wenn überhaupt etwas stört im "Tarallo": Alle Gerichte sind mit einer wahren Flut von Balsamico-Emulsuion dekoriert. Überflüssig und unnötig, aber man muss es ja nicht mitessen. Übrigens: Auch das (dicker) geschnittene Carpaccio oder die Gemüsesuppe machen einen guten Eindruck - das probiere ich beim nächsten Mal.

 

Linguini mit Stückchen vom Seeteufel

Zwei Besuche, zwei Hauptgerichte: Ich kann den Fleischgang nur empfehlten. Statt eines Bistecca serviert der Koch im "Tarallo" ein Entrecote, das beim ihm aus der Hochrippe geschnitten ist. Vor dem Garen ist es mehrfach eingeschnitten worden. Zwischen dem butterzarten Fleisch liegt Rucola, bedeckt ist es mit hauchzartem Permesan. Was für ein Genuß! Das gilt nicht minder für die Pasta. Ich hatte Linguini mit Stücken vom Seeteufel, auf den Punkt gegart und in einer würzigen Tomatensauce. Schade, dass ich nach all den Leckereien keinen Platz mehr hatte für ein Dessert. Das soll nämlich auch gut sein im "Tarallo".

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Frisch renoviert: Der Kult-Italiener "Da Piu" in Hannover

"Piu". Der winzige Laden in Hannovers Goethestrasse ist Espressobar, Spezialitätenhandel, Trattoria und Treffpunkt in einem. Seit 30 Jahren sind Gabriela Piu und ihr Team Kult, und jetzt haben sie dem Lokal einen frsichen Anstrich gegönnt. Das war nicht ohne Risiko, denn das Publikum liebte den sehr italienischen Charme - wenn man es mal vorsichtig ausdrücken will: Wenig Platz, kreatives Chaos, sehr italienisch eben. Nach 2 Monaten Umbau hat "Piu" nun wieder offen - und die Renovierung ist mehr als gelungen.

 

"Insalata Sarda" mit Oliven und Pecorino

Hell und einladend erstrahlt der Laden. Die wackligen runden Stehtische sind stabilen Holztafeln gewichen. Weiße Wände und olivgrüne Streifen wirken freundlich, das freiliegende Mauerwerk im oberen Teil gibt dem Laden etwas besonderes. Und so modern das Piu" jetzt auch ist - die alte Gemütlichkeit hat die Renovierung überlebt. Zur Mittagszeit platzt der Laden aus allen Nähten. Alle kommen wegen der Atmosphäre - und natürlich wegen der guten Küche. Auch da hat sich einiges getan. Die Karte ist kleiner geworden, denn in der Küche wird jetzt noch mehr selbst gemacht als früher. Jeden Morgen entstehen im "Piu" die Nudeln selbst. Das braucht Zeit und Platz, und deshalb gibt es keine Fleisch- und Fischgerichte mehr.

Frische Calamari mit viel Gemüse - lecker

Mit einigen Ausnahmen allerdings, denn natürlich verzichtet Gabriela Piu nicht auf die beliebten Tagesgerichte wie Fleischbällchen (köstlich!) oder das geschmorte Lamm. Und natürlich nicht auf das Lieblingsessen der meisten Besucher am Freitag: Frische Calamari, frittiert oder aus der Pfanne. Dazu gibt es Salat oder Gemüse. Diese Calamari haben nichts gemein mit den radiergummiähnlichen Tiefkühl-Ringen, die fetttriefend aus mancher Restaurantküche kommen. Sie schmecken nach Meer, sind zart und aromatisch. Freitags kommt dieses Tagesgericht dutzendfach aus der kleinen Küche. Neu auf der Karte ist auch der "Sardische Salat": Tomaten und Blattsalat, köstlich angemacht, mit Oliven und sardischem Pecorino.


Einfach genial: Nudeln mit sardischer Salsiccia

Das Familie Piu aus Sardinien kommt, merkt man auch an der neuen Weinkarte. Die sardischen Weinproduzenten waren ja schon immer keine Adligen, sondern einfache Bauern. Deshalb gibt es einen einfachen, ehrlichen Wein. Der weisse Vermentino ist ebenso kräftig und intensiv wie der rote Cannonau. Und wo wir schon bei den Getränken sind: Manch Gast kommt am Morgen auch nur wegen des ausgezeichneten Espresso, der hier aus einer alten Maschine perfekt temperiert in die kleinen Prozallantassen tröpfelt. Dazu gibt es zum Frühstück all die leckeren Pannini oder Tramezzini (Toast) mit Schinken und Käse, mit Mortadella. Besonders köstlich, gesund und typisch italienisch: Panini Melanzana mit Olivenöl und gebratener Aubergine.


Der Teller mit diversen Antipasti - hausgemacht

Das Carpaccio im Piu ist nicht zu dünn geschnitten, reichlich belegt mit Kapern. Das hausgemachte Vitello Tonnato ist ebenso köstlich wie der gemischte Teller mit Anitpasto. Und dann diese tolle Auswahl an selbstgemachten Nudeln: Spaghetti, Tagliatelle, Maccheroni, Campanelle, Tortellini, sardische Gnocchetti. Meine Empfehlung: "Campanelle Salsiccia Sarda" mit scharfer Salsiccia oder "Maccheroni alle Toni" mit eingelegtem Gemüse. Und wenn man Pizza mag: Die kommt hauchdünn und knusprig aus dem Ofen - so wie es ein muss. Das "Tiramisu" und "Panna Cotta" selbst gemacht sind - das muss ich nicht mehr erwähnen. Das Piu in der Goethestrasse hat geöffnet von 7 bis 18 Uhr, und alle Köstlichkeiten gibt es auch zum Mitnehmen.

Guten Appetit!

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