Thürnaus Hamburger im Salatmantel

Ein Leben ohne Hamburger? Können Sie sich das vorstellen? Natürlich ist ein Besuch bei Mc Donalds keine kulinarische Offenbarung. Aber ab und zu mal einen warmen, weichen, saftigen Hamburger –darauf mögen viele nicht verzichten, ich übrigens auch nicht.

Aber : Einen guten Hamburger muss man selbst machen. Sie werden sehen: Er schmeckt sogar besser als einer aus dem Schnellimbiss. Natürlich müssen wir nur beste Zutaten verwenden, und wir müssen uns ein wenig Arbeit machen. Zum Beispiel wollen wir nicht einfach einen fertigen Ketchup verwenden, der viel zu viel Zucker enthält. Und auf Mayonnaise kann man ganz verzichten. Das aber dürfte für einen echten Feinschmecker kein Problem sein, denn Rindfleisch bedarf keiner Mayonnaise, um zu schmecken. Klar ist, dass wir unseren Hamburger auch nicht zwischen zwei pappige Brötchenhälften legen. Wir machen es leckerer.

Wir kaufen möglichst frisch

 

1 Kopf Salat

600 Gramm mageres Rindermett

1 Gewürzgurke

1 Tomate

1 Zwiebel

Salz und Pfeffer

Grüne Pfefferkörner

Senf, Tomatenmark

1 Stück Salatgurke

1 Esslöffel Sesamsamen

Brunnenkresse

 

Die meiste Mühe macht der Einkauf des Rindermetts. Ich kaufe es nur beim Metzger in meinem Ort. Wer die Arbeit nicht scheut, kann sich Rindfleisch besorgen und selbst durch den Wolf drehen. Aber mein Metzger macht das gern für mich, und es spart mir die Arbeit. Möglichst mager soll es sein, es muss aber nicht immer vom Filet sein – das ist ja auch eine Kostenfrage. Aber vom Rind muss es sein.

Zunächst widmen wir uns dem Salat, der bei Thürnaus Hamburger als Hülle dient. Vom Salatkopf entfernen wir die äußeren Blätter und legen pro Burger ein großes Salatblatt zur Seite. Das wird dann mit kaltem Wasser abgespült und auf Küchenpapier gelegt – es muss später ganz trocken sein.

Aus dem Rindermett formen wir mit der Hand vier gleich große „Palletts“, wie es bei Mac Donalds wohl heißt – also Frikadellen, Buletten, Fleischpflanzerl, ganz wie Sie mögen. Ob sie nun rund werden oder länglich – das ist egal. Sie sollten aber annähernd gleich dick sein. Dann werden sie mit einigen grünen Pfefferkörnern belegt, die wir leicht ins Mett hineindrücken.

Einen Teelöffel Öl in der Pfanne heiß werden lassen, die vier Rindfleisch-Frikadellen ungewürzt in die Pfanne geben und von jeder Seite kurz braten – wie lange, dass hängt von ihrem Geschmack ab. Der eine mag es gerne durch, der andere eher medium oder englisch. Wenn das Fleisch frisch durchgedreht wurde, gibt es keine hygienischen Bedenken.

Auf einem Küchentuch vom überschüssigen Fett befreien. Dann wird das Fleisch gesalzen und kräftig gepfeffert. Die Oberseite mit etwas Tomatenmark bestreichen und mit Kresse und Sesam bestreuen.

Nun jeweils ein Salatblatt auf der einen Hälfte mit etwas Senf bestreichen, mit zwei bis drei dünnen Scheiben Salatgurke belegen –und darauf kommt dann das gebratene Rindermett.

Nun nur noch einige ganz dünne Scheibchen der Gewürzgurke, fein geschnittene Zwiebelringe und ein bis zwei Scheiben Tomate – fertig ist Thürnaus Hamburger. Das Salatblatt ersetzt also praktisch das Brötchen des klassischen Hamburgers.

Die zweite Hälfte des Salatblattes nur noch über das Fleisch klappen, und dann können wir genießen – natürlich mit der Hand, genau wie es sich für einen Hamburger gehört.

weiterlesen ...